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Tonerkartuschen Reinigungsanweisungen QMS Magicolor 2300/2350, Epson Aculaser C900/C1900 Kartusche

Tonerkartuschen Recycling Inhalt

Revision 16.02.2004

Hintergrund: In einigen Fällen wurde berichtet, daß der kompatible QMS Magicolor 2300 Toner zum Selbstnachfüllen sich mit dem Originaltoner von QMS nicht "verträgt". Dieses Problem tritt in ca. 2-5% der Fälle auf, wenn der Originaltoner nicht zuvor entfernt wird.

Typisch zeigt sich das Problem dadurch, daß sich auf einer Seite der Entwicklerwalze ein Tonerstau bildet. Der überschüssige Toner fällt dann nach einer gewissen Zeit von der Walze und verunreinigt die anderen Einheiten.

Daher wird empfohlen, daß für die erste Befüllung der Originaltoner so gründlich wie möglich entfernt wird. Wenn die Kartusche hinterher ein zweites Mal mit dem gleichen kompatiblen Toner befüllt wird, dann ist diese Reinigung nicht mehr notwendig.

Wer diese Reinigungsarbeit scheut, kann auch von uns für viele Modelle fertig aufbereitete Kartuschen beziehen. Die Kartusche ist jedoch denkbar einfach aufgebaut. Die Teile sind jedoch empfindlich und sollten mit Behutsamkeit behandelt werden.

Aufbau der Kartusche: Diese Kartusche ist vom Prinzip her denkbar einfach aufgebaut. Im vorderen Teil, gleich unter der silbernen Entwicklerwalze sitzt eine Tonerzufuhrwalze, die aus einem Schaummaterial besteht. Diese nimmt den Toner auf und überträgt ihn auf die Entwicklerwalze - dies ist die Walze, die man von außen sieht. Für den Versand ist die Entwicklerwalze mit einem Plastikschutzstreifen geschützt.

Ziel der Reinigung ist es, so viel von dem Originaltoner wie möglich aus der Kartusche zu entfernen. In professionellen Werkstätten hat man dafür Spezialgeräte wie Tonerstaubsauger oder Pressluft mit Absauganlagen. Im Privatbereich muß man sich ggf. mit einem normalen Staubsauger behelfen.

Man sollte diese Aktion dann jedoch unbedingt in eine gut gelüftete Umgebung im Freien verlagern, da Toner ein sehr feines Pulver ist, das von einem normalen Staubsaugerbeutel nicht effektiv aufgenommen wird. Der Toner wird also teils hinten aus dem Staubsauger wieder austreten, und das ist weder gesundheitlich noch reinigungstechnisch empfehlenswert. Zwar ist Toner kein Gefahrenstoff im Sinne der Gefahrenstoffverordnung, aber es ist dennoch nicht unbedingt empfehlenswert, ein feines Pulver einzuatmen.

Statt eines Staubsaugers kann man natürlich auch Pressluft verwenden, wobei man ebenfalls die Vorkehrungen im vorangehenden Paragraphen beachten sollte.

WICHTIG: Die Entwicklerwalze darf nicht mit bloßen Händen angefasst werden, da Ölspuren von der Haut ungleichmäßige Tonerhaftung auf der Walze verursachen, was dann zu Qualitätsmängeln im Ausdruck führt. Am sichersten ist man, wenn man Latexhandschuhe anzieht.

Die Reinigung beginnt, indem man mittels einer Flachzange den Stöpsel seitlich an der Kartusche entfernt und so viel von dem Toner ausschüttet, wie man mit Klopfen und Schütteln heraus bekommen kann. Der Toner sollte natürlich in einen Müllbeutel geschüttet werden.

Manche Hausstaubsauger haben einen dünnen, röhrenförmigen Aufsatz, der in die Füllöffnung passt. Ein solches Werkzeug ist ideal, um die Kartusche von innen besser auszusaugen. Wenn kein Aufsatz zur Hand ist, der in die Kartusche passt, dann kann man nur von außen saugen und klopfen, am besten nachdem die Entwicklerwalze entfernt wurde.

Entfernen der Entwicklerwalze: Bitte merken Sie sich, wie alle Teile zusammengebaut waren. Es ist nicht kompliziert, da es nur ein paar wenige Teile sind. Der Zusammenbau erfolgt in der umgekehrten Reihenfolge des Auseinanderbaus.

Die Entwicklerwalze wird auf der Seite mir der kurzen Achse von einer Lagerung gehalten, die eine Nase hat, die in einen Schlitz in dem Gehäuse gedreht wird, um das Lager zu arretieren. Heben Sie die linke Nase (nach unten zeigend in der Abb. – das Lager ist in der Ecke re. unten) mit einem Flachschraubenzieher leicht vom Kartuschengehäuse weg und drehen Sie diese Halterung dann im Uhrzeigersinn. Die rechte Nase tritt dann aus dem Gehäuse aus und diese Halterung kann aus dem Gehäuse gezogen werden.

Die Walze kann nun auf dieser Seite mitsamt dem ringförmigen weißen Lager hoch gehoben werden und behutsam aus der Lagerung auf der entgegengesetzten Seite heraus gezogen werden. Beachten Sie beim Wiedereinbau, dass die lange Achse eine D-förmige Abflachung hat, so daß die Walze nur in einer bestimmten Position in die Lagerungen hinein geschoben werden kann. Drehen Sie die Walze bis es passt.

Die Walze kann nun abgeblasen werden und gegebenenfalls mit Toilettenpapier abgewischt werden. Benutzen Sie keine Chemikalien zur Reinigung.

Das Doctor Blade (Pos. 2 von unten in der Abb.) wird von einer Klemmschine (Pos. 3) abgedeckt. Diese Klemmschine hat drei Cliphalterungen und kann mit einem Flachschraubenzieher ganz leicht abgehebelt werden

Ziehen Sie das Doctor Blade ganz vorsichtig heraus und reinigen Sie es behutsam. Sie können hier Alkohol verwenden. Das Doctor Blade ist sehr empfindlich und wenn es verbiegt, dann wird es Druckprobleme geben.

Sie können nun behutsam die Öffnung aussaugen, in der die Entwicklerwalze lag. Wenn Sie nun am Füllstutzen saugen, haben Sie auch bessere Durchlüftung der Kartusche und somit eine bessere Reinigung.

Statt eines Staubsaugers kann auch Pressluft zum Reinigen benutzt werden, aber der Luftstrahl sollte nicht stark genug sein, um Schäden zu verursachen.

Nach der Reinigung kann die Kartusche in der umgekehrten Reihenfolge zusammengebaut und  mit Toner befüllt werden.



Teile
Einzelteile