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Verfallsdatum Tintenpatronen - Wie kritisch ist es?

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Wie ernst ist das Verfallsdatum von Tintenpatronen zu nehmen?

Wie viele einfache Fragen ist auch hier die Antwort etwas komplexer.

Der zur Zeit führende Druckerhersteller, HP, garantiert Tintenpatronen zur Zeit 6 Monate über das Verfallsdatum hinaus. In unserer Erfahrung liegt das Verfallsdatum von Tintenpatronen typisch 1 - 2 Jahre in die Zukunft, zumindest im Versandhandel. Wenn Sie von Tante Emmas EDV Shop um die Ecke kaufen, dann lohnt es sich eventuell schon einmal das Verfallsdatum der Tintenpatronen vor dem Kauf zu prüfen.

Wir sehen manche Refill Produzenten, die ihre Refill Produkte auf 3 Jahre oder mehr garantieren. Wir sind da etwas skeptisch, da wir bezweifeln, daß die Tintenqualität mit der originalen vergleichbar ist.

In unserer Erfahrung funktionieren die meisten Tintenpatronen locker ein bis zwei Jahre über das Verfallsdatum hinaus tadellos. Wenn das Verfallsdatum noch länger zurück liegt, dann sollte man meines Erachtens differenzieren, ob es sich lohnt, die Tintenpatronen zu benutzen.

Bei all-in-one Tintenpatronen, also typisch für HP und Lexmark würde ich ohne Vorbehalt sagen: Probieren! Egal wie lange das Verfallsdatum zurück liegt. Diese Tintenpatronen sind vollständig in sich abgeschlossen und auch wenn sie nicht mehr einwandfrei funktionieren, dann ist ein Druckerschaden völlig ausgeschlossen.

Bei Canon Druckern mit austauschbarem Druckkopf kann man es vielleicht noch riskieren, die Tintenpatronen bis zu zwei Jahre nach dem Verfallsdatum zu probieren. Ein Druckkopfschaden wäre eher selten, aber nicht völlig auszuschließen. Zumindest kann man jedoch den Druckkopf dann noch für einen zumutbaren Preis auswechseln oder versuchen, ihn in warmem Wasser wieder zum Leben zu erwecken.

Bei Epson Druckern ohne austauschbaren Druckkopf würde ich persönlich das Verfallsdatum der Tintenpatronen sicherheitshalber nicht mehr als sechs Monate überschreiten. Wenn hier ein Druckkopf ruiniert wird, dann ist der Drucker reif für den Sondermüll.

Bei Tonerpatronen ist das Verfallsdatum, sofern überhaupt eines angegeben ist, unseres Erachtens für praktische Zwecke irrelevant. Tonerpatronen sind mit einem trockenen Pulver gefüllt und solange sie dunkel und kühl gelagert werden, gehen wir davon aus, daß man sie getrost an die Enkelkids vererben kann (auch wenn man gerade erst 20 geworden ist). Probiert haben wir es aufgrund der langen Testzeit natürlich nicht, aber wir können keine gegenteiligen technischen Gründe erkennen und haben auch keine gegenteilige Literatur gefunden.